Leberentgiftung - die natürliche Art seine Leber zu entgiften

entgiftung wasser Welche Hausmittel und Heilkräuter können die Leber in ihrer Arbeit nachhaltig unterstützen und entgiften? Das allerwichtigste Heilmittel ist natürlich die Vorbeugung. Je weniger Gifte wir unserer Leber zuführen, desto unbelasteter ist sie. Also wenig Alkohol, auf unnötige Medikamente verzichten, wenig Zusatzstoffe in der Ernährung und auf jeden Fall ein schimmelfreies Wohnumfeld suchen. Dies sind schon sehr gute Mittel zur Vorbeugung einer Leberschwäche. Hinzu kommt eine gesunde Ernährungsweise mit möglichst vielen "mehrfach ungesättigten Fetten" Insgesamt sollten die Hinweise einer gesunden Ernährung mit vielen natürlichen Vitaminen aus unbelastetem Obst und Gemüse, genügend Ballaststoffen und einem gesunden Verhältnis von Fetten, Kohlehydraten und Eiweiß beachtet werden.
Eine jährliche "Frühjahrskur" sowie mehrere kürzere Heilfastenperioden im Jahresverlauf können die Leber zusätzlich unterstützen und entlasten. Bei der Frühjahrskur steht eine Entgiftung des gesamten Körpers an erster Stelle, das heißt, man macht zum Beispiel eine Kur mit Brennsesseltee
und Zinnkraut, isst in dieser Zeit viel Obst und Gemüse - möglichst roh und verzichtet auf Fertignahrung und Alkohol. Beim Heilfasten kommen noch weitere Komponenten hinzu - eine richtige Heilfastenkur wird vorbereitet, vollzogen und nachbereitet. Einfach nur aufhören, zu essen, ist k e i n e Heilfastenkur! Die Ausleitung der giftigen Stoffe funktioniert nicht über ausschließliches "Weglassen".
Mariendistel, Bärlauch und weitere Heilpflanzen können auch dauerhaft den Angaben gemäß unterstützend in den Ernährungsplan eingebaut werden. Wer diese Pflanzen nicht frisch erhalten kann, sollte lieber auf fertige Präparate zurückgreifen, die es in guten Reformhäusern und Apotheken zu kaufen gibt. Denn Tees sind für diese Pflanzen keine geeignete Darreichungsform - die wichtigen Inhaltsstoffe, vor allem der Mariendistel sind nicht wasserlöslich.
Eine gute Durchspülung und Reinigung aller Organe - hier insbesondere der Leber - ist für eine gesunde Verdauung und den Abtransport giftiger Stoffe und Abfallprodukte von großer Wichtigkeit. Trinken Sie also wirklich 2-3 Liter Flüssigkeit - am besten Wasser. Unser Körper besteht aus 80% Wasser - und nur, wenn wir dieses Wasser regelmäßig "erneuern", kann die Leber ihre Aufgaben gut meistern. Essen Sie niemals verschimmelte Speisen - auch ein Wegschneiden schimmeliger Stellen allein genügt keinesfalls! Die Schimmelsporen verteilen sich immer über das Ganze. Hier hilft wirklich nur das Wegschmeißen! Schimmelpilze sind eine häufige Ursache für Leberkrebs! Wichtig für die Verdauung insgesamt ist auch die Beachtung einer regelmäßigen Stuhlentleerung - hierfür sind genügende Ballaststoffe notwendig, die in einer gesunden Ernährung nicht fehlen dürfen.

6.1 Schüssler Salze

Schüsslersalze die bei einer Leberentgiftung unterstützend wirken können
Die Schüssler-Salze. Nr. 4 - Kalium chloratum, Nr. 6 - Kalium sulfiuricum, Nr. 10 - Natrium sulfuricum und Nr. 11 Silicea sind bei Leberproblemen eine große Hilfe.

6.2 Leberwickel

Feuchtwarme Leberwickel - am besten mit aufgekochter Leinsaat oder mit Schafgarbe - nach der Hauptmahlzeit aufgelegt, unterstützen die Leber bei ihrer Verdauung- und Entgiftung. Hierzu sollten Sie sich jedoch mindestens eine halbe Stunde hinlegen können - diese Ruhepause ist auch gegen Stress eine wirksame Hilfe. Zur Vorbereitung der Leberwickel, sollte man Leber- und Galletee trinken, damit ist der feuchtwarme Wickel eine tägliche "Kleinkur" für die Leber. Auch ein Heublumen-Wickel kann alternativ oder abwechselnd verwendet werden.

6.3 Artischokensaft

Im Reformhaus bekommt man auch einen reinen Artischocken-Saft, der die Fettverdauung der Leber unterstützt und den Gallenfluss anregt. Man nimmt davon 3 Mal täglich einen oder zwei Esslöffel voll. Auch frisch ist die Artischocke nicht nur ein Genuss auf der Speisekarte, sondern auch ein hervorragendes Heilmittel für die Leber.

6.4 Gesunde Ernährung

Gesunde, vollwertige Ernährung bei Lebererkrankungen

Bei Erkrankungen der Leber könnte eine gesunde Ernährung etwa so aussehen:
4-5 Scheiben Vollkornbrot oder 3-5 Scheiben Graubrot sowie 50-70g Getreideflocken aus Hirse, Dinkel, Hafer oder Gerste, etwa 170g Naturreis oder 200-250g Getreidekörner oder 200-250g Kartoffeln pro Tag
5-6 Portionen Obst und Gemüse täglich, einige davon als Rohkost
200 -250g Milchprodukte sowie 50-60g fettarme Käsesorten
400-500g fettarmes Fleisch und Wurst 2 Mal pro Woche
Seefisch etwa 150-300g wöchentlich
3 Eier in der Woche
und höchstens 40 g Streich- und Kochfett sowie 10 g kaltgepresste Öle täglich
Pflanzliche Eiweiße aus Sojaprodukten, Kichererbsen, Linsen sind für die Leber gut bekömmlich und enthalten zusätzlich eine gute Portion Ballaststoffe.
Und noch einmal der Hinweis: Trinken Sie ausreichend gute Flüssigkeit wie Wasser oder Saftschorlen.

Verzichten Sie unbedingt auf hocherhitzte Fette, Fertigprodukte mit vielen Zusatzstoffen und sehr scharfe und sehr fetthaltige Kost!

6.5 Weitere Hausmittel

Ein bekanntes Kraut zum Schutz der Leber ist der Salbei. Zur Gesunderhaltung seiner Leber sollte man 2 Mal jährlich eine Kur mit Salbei von etwa 2 Wochen Dauer machen. Dabei trinkt man täglich eine Tasse Salbeitee.
Dauerhaft ist auch eine Tasse Ingwertee vor oder nach den Mahlzeiten gut für die Leber. Viele Gerichte lassen sich auch mit frischer Ingwerwurzel sehr schön würzen.
Auch das sogenannte "Ölziehen" ist eine unterstützende Methode, um die Entgiftung des Körpers anzuregen. Dabei zieht man jeden Abend 1-2 Teelöffel von Sonnenblumenöl, Olivenöl oder Kürbiskernöl durch die Zähne und bewegt kauend den Mund - dieses Öl wird anschließend unbedingt ausgespuckt, niemals schlucken!
Relativ fette Speisen sollten entweder mit Kümmel gewürzt werden oder alternativ dazu kann man einen Kümmeltee reichen. Vorsicht allerdings, wer eine Allergie gegen Doldenblütler hat, sollte auf Kümmel, Anis und Fenchel grundsätzlich verzichten!