Effekte der Leberreinigung - Leberreinigung Clark - Lebersteine?

gesund Die Leberreinigung gilt gegenwärtig als eine recht umstrittene Variante, mit der es möglich sein soll, Gallensteine und Gallengrieß zu beseitigen, indem es durch die speziellen Mischungen der aufgenommenen
Substanzen zu einer Lysis der Steine kommen soll. Grundsätzlich stellen wissenschaftliche medizinische Erkenntnisse, die auch aus der Praxis gewonnen wurden klar, dass dies nicht realisierbar ist. Sicherlich ist eine Leberreinigung eine sanfte und schonende, natürliche Möglichkeit, die auch positive Nebeneffekte besitzt. Daher empfehlen auch sehr viele Heilpraktiker die Leberreinigung und es stimmt auch, dass sich die Patienten nach einer Leberreinigung nach Clark besser fühlen.

Was passiert im Körper bei einer Leberreinigung:

Nach und während der Leberreinigung kommt es zu überwiegend wässrigem Durchfall, der durch Bittersalz entsteht. Darüber hinaus entstehen Reaktionsprodukte, die aus der Synthese von Bittersalz, Bilirubin, dem Gallenfarbstoff, und Olivenöl gebildet und über den Verdauungstrakt ausgeschieden werden. Die ausgeschwemmten krümelähnlichen Stoffe bilden sich durch einen bekannten chemischen Prozess, der als Verseifung bezeichnet und durch die Aufnahme der spezifischen Substanzen und Flüssigkeiten begünstigt wird. Olivenöl ist ein klassisches Fett, das insbesondere reich an Ölsäure ist und in verflüssigtem Zustand vorliegt. Außerdem gibt es Stearin und Palmitinsäure, deren Beschaffenheit weiß gefärbt und fest ist. Durch die Spaltung der Fette im Darm können sich diese mit dem im Bittersalz befindlichen Magnesium verbinden und es entsteht die typische Verseifung.
Hinzu kommen die farbigen Anteile vom Bilirubin (Farbstoff der beim Abbau von roten Blutkörperchen entsteht) und im Kot liegen klumpige und krümelartige, unregelmäßig geformte, teils sogar eher weiche Stoffe vor.

Da diese Substanzen von ihrer äußeren Beschaffenheit der Struktur, Farbe und Form den Gallensteinen und dem Gallengrieß auf den ersten Blick ähnlich sind, wird irrtümlicherweise angenommen, dass es sich durch die bei der Leberreinigung oder Gallenspülung gelösten und ausgeschwemmten Steine handelt. Die Abgabe dieser Substanzen wird durch die Aufnahme von Grapefruitsaft angeregt, sodass sich diese im Kot wiederfinden lassen. Grapefruitsaft dient als Katalysator, der gleichsam die Verseifung beschleunigt.
Die Bezeichnung Leberreinigung sollte daher nur im übertragenen Sinn bewertet werden. Die durchgeführte Leberreinigung führt letztendlich schon dazu, dass sich die Patienten nach einer Leberreinigung wohler fühlen. Das liegt daran, dass durch die eingenommenen Substanzen und dem künstlich herbeigeführten Durchfall, mehr Verdauungssäfte produziert werden. Das System wird sozusagen einmal kräftig durchgespült. Zusätzlich trägt die Ernährunsumstellung in der Vorbereitungsszeit zu einem besseren Wohlbefinden bei. Warum reduziert sich die Anzahl der Menge an Steinen nach wiederholter Leberreinigung?

Nachgewiesen wurde, dass sich die Anzahl der festen Stoffe im Kot jeweils nach wiederholter Absolvierung der Leberreinigung reduzierten. Dies kommt daher, weil die während der Leberreinigung teilweise längerfristig umgestellte Ernährungsweise zu einer Minimierung der Fettaufnahme auch in Form des Ölivenöls in enormen Mengen wie bei der Leberreinigung führt. Dies trägt zu einer Verkleinerung der Steine und zu deren verringerten Menge bei. Die Seifensteine oder Seifenkonkremente entstehen nur dann in hohem Maße, wenn die Zufuhr von Fett weiterhin erhalten bleibt.

Der Bildungsort der steinähnlichen Substanzen erfolgt nicht in der Gallenblase, sondern im Darm. Wenn der Darm ständig durch die reichliche Aufnahme von Bittersalz zu starkem wässrigem Durchfall angeregt wird, befinden sich kaum noch Ausgangsstoffe darin, die zu einem Verseifungsprozess beitragen, was nach und nach die Ausscheidung der gallensteinähnlichen Strukturen verringert.

Welche Farben können diese sog. Fettsteine haben?


Die im Kot enthaltenen Konkremente besitzen nicht nur eine braune und grünliche Farbe, sie können auch gelb oder schwarz sein und sogar bis zu 3 cm große Kugeln darstellen. Wenn eine Nachtrocknung der Steine vorgenommen wird, dann werden diese fest. Durch eine sogenannte Schwimmprobe wird labortechnisch nachgewiesen, dass diese Substanzen auf der Wasseroberfläche bleiben und daher eine wesentliche geringere Dichte und ein niederigeres Eigengewicht als echte Gallensteine haben. Darüber hinaus lässt sich durch wissenschaftliche Studien nachweisen, dass die Konzentration der im Kot enthaltenen Strukturen so umfangreich ist, dass aus anatomischer Sicht eine Gallenblase viel zu klein wäre, um so viele Stoffe aufnehmen zu können.
Es handelt sich im Endresultat um sogenannte fatty stones, zu Deutsch Fettsteine, deren Grundlage die Fettsäuren aus dem Olivenöl sind.
Diese Nachweise sind durch gastroenterologische Studien belegt worden. Darüber hinaus beschäftigen sich auch weitere wissenschaftliche und Lehranstalten mit diesem Phänomen und untersuchen die Angaben von Dr. Hulda Clark als Verfechterin der Leberreinigung.

Leberreinigung Unsinn?

Grundsätzlich ist eine Leberreinigung kein Unsinn. Durch die angeregte Produktion der Verdauungssäfte können Abfallprodukte und Gifte leichter ausgeschieden werden. Diese Abfallstoffe können eine schlammartige Konsistenz aufweisen. Bei zu geringer Trinkmenge oder zu großem Anteil an festen Stoffen wird diese Masse immer zäher bis sie schließlich verklumpt. In diesem klumpigen Zustand können die festen Anteile nicht genügend gut mit der Galle abgefahren werden. Je länger diese schon jetzt steinartigen Gebilde im Körper verweilen, desto härter werden sie und verkalken auch noch. Dann spricht man im eigentlichen Sinne von Gallesteinen. Durch eine mehrfache Leberreinigung werden die Kanäle in der Leber genügend gut freigeschwemmt, dass die Gallenflüssigkeit mit genügendem Druck die Feststoffe gut abtransportieren kann.