Die wichtigsten Leberwerte im Überblick

leberwerte Viele Hausärzte drucken ihren Patienten inzwischen die Laborwerte aus, damit sollte man sich um seiner Gesundheit willen auch befassen. Doch woran erkennt man, welche Werte gesund,
grenzwertig oder gar krankhaft sind? Dazu dienen die Referenzwerte - mit diesen vergleicht man den eigenen Blutwert und erkennt daran, ob dieser im Normalbereich liegt oder nicht.

Wichtige Leberwerte als Referenzwerte zum Vergleich mit den eigenen Blutwerten:
Gamma-GT (GGT) hängt mit dem Eiweißstoffwechsel zusammen und ist ebenfalls ein Enzym. Sein Normalwert ist bei Männern unter 66 U/l und bei Frauen sollte er sogar unter 39 U/l liegen. Ist dieser Leberwert erhöht, kann eine Hepatitis vorliegen, eine Leberzirrhose oder auch eine sogenannte Fettleber. Die Erhöhung des Gamma-GT kann aber auch auf einen Lebertumor hinweisen. Der GGT ist häufig der erste Wert, der durch Erhöhung eine Lebererkrankung anzeigt.
GOT/GPT - dies sind wichtige Indikatoren, um Schädigungen von Leberzellen zu erkennen. Es handelt sich hierbei um Enzyme, welche durch den Abbau von Leberzellen entstehen. Normalwert für Männer ist zwischen 10 und 50 U/l, für Frauen deutlich niedriger bei 10 bis 35 U/l. Wenn zu viele Leberzellen abgebaut werden steigen die GOT/GPT-Werte stark an. Dies ist ein massiver Warnhinweis, dem man auf jeden Fall nachgehen muss - unter anderem kann ein erhöhter Wert die Entzündung der Leber, Hepatitis oder auch ein Hinweis auf Überlastung durch Medikamente und Alkohol bedeuten - aber auch ein Hinweis auf Leberkrebs bzw. Metastasen.
GLDH ist für den Abbau von Ammoniak zuständig und auch hierbei handelt es sich um ein Enzym. Bei Männern sollte der GLDH unter 6,4 U/l liegen und bei Frauen unter 4,8 U/l. Bei Vergiftungen, Leberstauungen, akuten Viruserkrankungen sowie bei Leberkrebs sind diese Werte stark erhöht.
Für Eisen sollte der Wert bei Männern zwischen 59 und 158 µg/dl und bei den Frauen zwischen 37 und 145 µg/dl liegen. Der Normalwert für Zink liegt bei Frauen und Männern zwischen 46 und 159 µg/dl.
Bilirubin entsteht beim Abbau des Hämoglobins in der Leber und gibt dem Gallensaft die typische gelblich-grüne Farbe. Der Normalwert liegt hier unter 1,1mg/dl. Bei Gelbsucht, bei akuten oder chronischen Lebererkrankungen sowie bei gestörtem Gallenabfluss, zum Beispiel durch Gallensteine, erhöht sich der Bilirubinwert.
Cholesterin: Sein Referenzwert liegt unter 220 mg/dl. Bei einer Fettleber zum Beispiel ist dieser Wert erhöht. Die für die Blutgerinnung erforderlichen Eiweiße werden beim sogenannten Quick-Test ermittelt. Hierbei wird die Blutgerinnungszeit festgestellt, ein guter Richtwert ist hier 70-120%.
Albumin wird ausschließlich in der Leber hergestellt und ist für den Flüssigkeitsaustausch zuständig, sowie für den gleichbleibenden Gewebedruck. Die gesunde Leber produziert davon etwa 12g. Referenzwert ist hier 3,4 bis 4,8 g/dl bei Männern und 6,6 bis 8,7 g/dl bei Frauen.
Beim Abbau der Proteine wird in der Leber Ammoniak gebildet, und sofort wieder entgiftet. Der normale Wert sollte unter 48 µmol/l liegen. Wenn diese Werte erhöht sind, ist die Funktion der Leber beeinträchtigt, so dass sie ihre Entgiftungsarbeit nicht genügend gut leisten kann.